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31.10.2021 erstellt von: Franz Drews


Parking Day 2021 unter dem Motto: Stadt für Menschen statt für Autos

Mehr Platz fürs Rad

Auch in diesem Jahr richteten die Umweltorganisationen ADFC, VDC, NABU und WATT-CLUB am 3. Freitag im September den Internationalen Park(ing) Day auf der Frankfurter Straße aus. Wie sollte eine Woche vor der Bundestagswahl und der Bürgermeisterwahl in Neu-Isenburg unsere umweltpolitische Botschaft lauten? An diesem 17. September gingen weltweit in Graz, Fulda, Cambridge, Münster, Neapel oder Montevideo Menschen auf die Straße und eroberten auf kreative Weise Parkflächen zugunsten von mehr Lebensqualität in den Städten zurück. Unser Appell in Neu-Isenburg: „ Es ist (fünf vor) 12 und höchste Zeit für eine Klima- und Verkehrswende“.


Pünktlich um 12 Uhr trafen sich Bürgerinnen und Bürger und die Klasse 8d der Goetheschule mit ihrer Lehrerin Dr. Yvonne Wiser unter der Dorflinde vor dem „Haus zum Löwen“, um die fünf Bürgermeisterkandidaten Michael-Louis Adam, Oliver Gröll, Gene Hagelstein, Thilo Seipel und Stefan Schmitt persönlich und zu ihren politischen Zukunftsvorstellungen für Neu-Isenburg zu befragen. Christian Kunz hatte die Museumstüren weit geöffnet und Thomas Peter-Horas lud mit Akkordeonklängen zum Näherkommen ein.
(Fotos Diskussionsrunde)
Moderatorin Silke Henning wollte es genau wissen: Wie kann denn eine lebenswerte Zukunft in Neu-Isenburg aussehen? Nach den zum Teil recht allgemein gehaltenen Ausführungen der Politiker zu laufenden Projekten wurden die Jugendlichen dann konkreter: „Was tun Sie für eine bessere Anbindung der Stadtteile und was für uns Jugendliche?“ Und: „Wie findet es eigentlich Ihre Familie, dass Sie als Bürgermeister kandidieren?“ Die eingeplanten eineinhalb Stunden reichten bei weitem nicht aus, um „Butter bei die Fische“ zu tun und die kommunalen Problemfelder genauer unter die Lupe zu nehmen. Am Ende dröhnte allen Anwesenden der Kopf angesichts des unerträglichen Autolärms von der Frankfurter Straße. Ein Lichtblick am Horizont: Nach jahrelanger Diskussion wird ab Januar 2022 endlich die probeweise (!) Einführung von Tempo 30 eine deutliche Lärmentlastung für die Menschen an der Hauptverkehrsader bringen.

Aufschlussreich war dann das Erkunden des eigenen ökologischen Fußabdrucks. Der interaktive Parcours, organisiert vom städtischen Dezernat für Klimaschutz und Energiewende mit Ester Vogt und Josef Weidner, erwies sich als Publikumsrenner. Manch eine/r kam ins Grübeln, womit sie oder er die persönliche Öko-Bilanz verbessern könnte…
(Fotos Fußabdruck)
Wer etwas mehr Zeit mitgebracht hatte, konnte vor dem Fachgeschäft CannaLeven Platz nehmen und Schachspielen, einen Rooibos-Eistee oder eine Hanf-Limonade probieren und den irischen Weisen von Patrick Steinbach lauschen. Interessierte konnten ihr Wissen im Mülltrennen testen, Verkehrsbrennpunkte benennen, sich über Naturschutzfragen austauschen oder das Fahrrad auf Mängel untersuchen lassen.
Und es wurden erste Unterschriften zur Zulassung eines Volksbegehrens für ein „Gesetz zur Umsetzung der Verkehrswende (Verkehrswendegesetz)“ gesammelt. Denn rund ein Drittel der hessischen CO2-Emissionen wird vom motorisierten Verkehr verursacht, deutlich mehr als im Bundesdurchschnitt. Deshalb brauchen wir ein spezifisches Verkehrswendegesetz, das die Umsetzung zeitgemäßer Mobilitätskonzepte in unserem Lande erleichtert und fördert.
Diese Mammutaufgabe haben sich die führenden Umweltorganisationen in Hessen gemeinsam vorgenommen: (s. Artikel auf dieser Seite)


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