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18.01.2021 erstellt von: Franz Drews


Wahlprüfsteine zur Verkehrswende in Neu-Isenburg

Mit den folgenden Fragen wendet sich die AG Verkehrswende, eine Gruppe des ADFC NeuIsenburg, an die demokratischen Parteien der Stadt Neu-Isenburg und bittet um eine Stellungnahme bis zum 25.01.2021 an AGVerkehrswende‍(‌at‌)‍web.de. Die AG Verkehrswende wird die Ergebnisse dann einer breiten Öffentlichkeit noch vor der Kommunalwahl 2021 zur Kenntnis geben. Wir freuen uns über eine zeitnahe Rückmeldung.


1. Stadtplanung, Verkehrsplanung und innovative Mobilitätskonzepte haben zukünftig eine wachsende Bedeutung im urbanen Raum. Welche Rolle spielt die Verkehrswende für NeuIsenburg in ihrem politischen Gesamtkonzept und woran können die Menschen das erkennen?
2. Werden Sie die kommunale Verkehrskostenrechnung zur Ermittlung der Kostenwahrheit im Verkehr (wie von der Uni Kassel, Prof. Sommer angeboten) durchführen und veröffentlichen? Wenn ja, bis wann?
3. Der öffentliche Raum wird zunehmend als begrenzt erfahren. Parkflächen nehmen einen breiten Raum ein und schränken den Erlebnisraum Stadt ein. Erheben Sie gemäß der Verkehrskostenrechnung kostendeckende Anwohner-/Parkgebühren im Rahmen des Parkraumbewirtschaftungskonzepts? Wie wollen Sie dem Problem des Falschparkens wirksam begegnen?
4. Tempo 30 in der Stadt erhöht die Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer, verringert die Lärmbelastung und den CO2-Ausstoß. Wollen Sie Tempo 30 im gesamten Stadtgebiet? In Teilbereichen, z.B. der Frankfurter Straße? Oder auch in den Ortsteilen?
5. Welche Ideen haben Sie, um den öffentlichen Nahverkehr attraktiver zu machen? Setzen Sie sich für den Anschluss Neu-Isenburgs an das Frankfurter ÖPNV-Tarifgebiet ein? Wollen Sie eine kostenlose Mobilität für alle (innerörtlicher 0-Tarif) und stellen dafür die nötigen Finanzmittel bereit?
6. Sichere Schulwege für Kinder sind ein breit akzeptiertes gesellschaftliches Anliegen. Wie wollen Sie das Radwegenetz in Neu-Isenburg konkret ausgestalten? Welchen konkreten Radwegeplan (Fahrradstraßen) möchten Sie gerne umsetzen? Haben Sie einen konkreten Zeitplan dafür?
7. Wie wollen Sie den bekannten lokalen Problemen begegnen? (Für jene in Regierungsverantwortung: Was ließ die Umsetzung bisher scheitern?) - Dreiherrnsteinplatz in Gravenbruch als Parkwüste mit großem Gefahrenpotenzial - Frankfurter Straße für Radfahrer fast nicht zu befahren - Fehlende Radverbindung von der Straßenbahn nach Neu-Isenburg - Alltagstauglicher Radweg von Gravenbruch in die Kernstadt - Fehlende Anbindungswege an den geplanten Radweg von Offenbach nach Sprendlingen Welche Vorhaben wollen Sie darüber hinaus konkret angehen?
8. Welche verkehrspolitischen Projekte sehen Sie für Neu-Isenburg als vorrangig an?
9. Was würden Sie sofort tun, wenn Sie überraschend zusätzliche Mittel für die Verkehrswende zur Verfügung gestellt bekämen?
10. Stellen Sie sich vor, Sie fahren im Jahre 2031 mit dem Fahrrad durch Neu-Isenburg. Wie hätte sich das Stadtbild verändert? Was wäre dann anders? Was wollen Sie innerhalb der nächsten 10 Jahre umgesetzt haben?


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