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25.05.2020 erstellt von: Franz Drews


Kriterien, Empfehlungen und Regeln von geführten ADFC-Radtouren in Hessen 2020

Radlergruppe

Mit den aktuellen Lockerungen der Kontaktbeschränkungen beginnt die nächste Phase der Bewältigung der Corona-Pandemie. Das bedeutet, dass zum Schutz der Mitmenschen und sich selbst Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden müssen. Dies gilt auch für die vom ADFC geführten Radtouren.
Im Folgenden haben wir Empfehlungen sowie Regeln zur Durchführung bzw. Teilnahme an geführten Radtouren formuliert, die vom Bundesverband in Abstimmung mit den Landesverbänden erstellt wurden, und die wir euch dringend zu beachten bitten. Diese Regelungen beziehen sich auf geführte Halbtages- und Ganztagesradtouren.


Definition einer geführten Radtour
Generell sind geführte Radtouren dem Breiten- und Freizeitsport zuzuordnen. Eine geführte Radtour ist ein organisiertes Treffen unter freiem Himmel, kein Mannschaftssport oder Wettkampf. In der Regel wird das eigene Sportgerät, d.h. das eigene Fahrrad benutzt. Die Corona-Verordnungen, die sportliches Training erlauben, verstehen darunter auch den Frei-zeit- und Breitensport. Daher ist Radfahren auch in Ausübung einer geführten Radtour einfacher und unproblematischer möglich als viele andere Sportarten.
Zur Durchführung und Teilnahme an einer geführten Radtour unter den momentanen Umständen müssen folgende Regeln beachtet werden:
1. Keine Radtour ohne vorhergehende Information der Teilnehmer*innen
Auf www.adfc.de bzw. im Radtouren- und Veranstaltungsportal des ADFC werden die Besucher*innen folgendermaßen informiert.
„Die Corona-Verordnungen der Bundesländer sehen nach wie vor Kontaktbeschränkungen in der Öffentlichkeit vor. Vereinzelt sind aufgrund der Ausnahmen für den Breiten- und Freizeitsport wieder geführte Radtouren des ADFC möglich. Der ADFC ist sich seiner Verantwortung bewusst und unternimmt alles, um eine sichere Teilnahme an seinen Angeboten zu er-möglichen. Dazu gehört auch die Einhaltung der empfohlenen Hygienetipps (www.infektionsschutz.de/coronavirus/schutz-durch-hygiene.html). Wir bitten jedoch Angehörige von Risikogruppen (www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogruppen.html) zu überlegen, ob unsere Angebote für sie in Frage kommen.“
Wichtig ist, dass wir an das Verantwortungsbewusstsein aller appellieren, gleichzeitig jedoch niemanden z.B. aufgrund seines Alters diskriminieren. Im Zweifel haben wir auf unseren Veranstaltungen jedoch das Hausrecht.
2. Keine Radtour ohne Anmeldung oder Teilnahmeliste
Am Startort wird in einer Teilnahmeliste von jedem Teilnehmenden Name, Adresse, Telefonnummer erfasst. Diese Erfassung muss kontaktlos erfolgen, also z. B. durch Zuruf. Die Daten sind wichtig, um ggf. Infektionsketten nachvollziehen zu können. Die Daten müssen datenschutzkonform aufbewahrt werden, jedoch für die Verantwortlichen der Gliederung auch rasch zugänglich sein. Nach Ende der diesjährigen Saison im Herbst müssen die Daten gelöscht oder vernichtet werden, s.a. https://login.adfc.de/organisationvorort/datenschutz-im-adfc.
Die Tourenleitung fotografiert die Liste und schickt sie per E-Mail an teilnahmeliste‍(‌at‌)‍adfc-hessen.de. Dieses Konto wird von der Landesgeschäftsstelle verwaltet. Bei berechtigten Nachfragen werden die entsprechenden Listen herausgegeben, sonst werden die entsprechenden E-Mails nach einem Monat gelöscht.

3. Keine Radtour oberhalb der erlaubten Teilnehmer*innenzahl
Lassen die Ausnahmereglungen der Kontaktbeschränkungen eine geführte Radtour zu, wie dies in Hessen derzeit der Fall ist, dann muss sichergestellt sein, dass eine Gruppe Tourenteilnehmer*innen nie größer als die vorgeschriebene maximale Teilnehmer*innenzahl ist. Muss aufgrund einer spontanen Überschreitung der Personenanzahl die Gruppe geteilt werden, so sind die Gruppen durchweg getrennt zu führen. Für Hessen liegt uns keine offizielle Zahl vor (außer hinsichtlich des Verbotes von Großveranstaltungen mit mehr als 100 Personen) – wir empfehlen aber, eine Gruppengröße von 12 Personen nicht zu überschreiten.
4. Die gesamte Radtour muss kontaktlos durchgeführt werden
Der persönliche Kontakt zwischen Tourenleiter*in und Teilnehmer*innen muss kontaktlos vonstattengehen. Das betrifft auch die Abwicklung der Teilnahmeliste und die Bezahlung
oder Spendenannahme.
5. Keine Radtour ohne Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln
Auch hier gilt es, die örtlichen Vorschriften zu beachten. Radtourenleitende halten die emp-fohlenen Hygieneregeln ein (www.infektionsschutz.de/coronavirus/schutz-durch-hygiene.html) und weisen die Teilnehmenden auch darauf hin. Eine Möglichkeit ist der Aus-hang eines Hinweisblatts (z. B. https://t1p.de/2phj).
Als Radfahrende fällt es uns leichter, Abstand zu halten als z.B. Spaziergänger*innen. Wird hinter einander gefahren, so ist mindestens eine Fahrradlänge Abstand zu halten. Wird ne-beneinander gefahren, so muss ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden. Außenstehenden fällt es oftmals schwer zu entziffern, ob es Familienangehörige sind, die eng an eng in einer Gruppe mitfahren. Im Zweifel solltet ihr alle Teilnehmenden zur Wahrung der gegebenen Abstände bitten.
Der ADFC erlässt keine Pflicht, einen Mund-Nasenschutz während einer geführten Radtour zu tragen. Gleichwohl empfiehlt es sich, während des Kontakts mit den Teilnehmenden einen geeigneten Mund-Nasenschutz zu tragen (z. B. bei der Begrüßung, während den Pausen etc.) Gibt es anderslautende, örtliche Vorschriften, so sind diese einzuhalten. Weitere Informatio-nen zum Mund-Nasenschutz finden sich z. B. auf https://t1p.de/oz74.
6. Keine Radtour auf der untereinander Fahrräder getauscht werden
Schnell einmal das tolle Rad des Mitfahrenden auszuprobieren, wäre nur mit einem erhöhten Aufwand an Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen möglich. Dies wollen wir den Tourenleiter*innen nicht auferlegen.
7. Die Radtour muss vollständig im Freien stattfinden
Start- und Zielpunkt, sowie Pausen, Unterbrechungen und Einkehr müssen im Freien stattfinden. Gibt es amtliche Vorschriften oder Ausnahmen dazu, dann haben diese Gültigkeit. Vor-erst sollen sich unsere geführten Radtouren jedoch auf das Radfahren beschränken.
8. Sonstiges
Einkehr, Händehygiene, Toilettengänge
Auf längeren Touren ist es üblich in Restaurants und Cafés einzukehren und diese auch für Toilettengänge zu nutzen. Diese werden zwar nun wieder öffnen dürfen, oder sie sind schon offen, allerdings nur mit Reservierung und namentlicher Nennung der Gäste. Dies muss bei der Tourenplanung unbedingt berücksichtigt werden genauso ob ausreichend Möglichkeiten für hygienische Toilettengänge vorhanden sind. Prüft vorab, ob öffentliche Toiletten wirklich geöffnet sind. Zur Verköstigung bieten sich auch Picknicks mit selbst mitgebrachten Speisen an. Auch hierbei müssen die Abstandsregeln eingehalten werden.


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