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12.12.2019 erstellt von: Lotte Müller


RADLERINNEN GEHÖREN AUF DIE STRAßE UND BRAUCHEN MEHR PLATZ

„Wohlwissend, dass manche eingefleischte AutofahrerIn dem Gedanken mit allem menschenmöglichen Trotz begegnet, muss immer wieder betont und ins Bewusstsein gerufen werden: dass RadlerInnen auf die Straße gehören!“
Denn auf der Straße ist die RadlerIn als gleichberechtigte VerkehrsteilnehmerIn im Sichtfeld der AutofahrerIn und damit besser und sicherer aufgehoben als auf einem separaten Radweg.“
(OP 17.August 2013 Radler gehören auf die Straße)


Wir, die Arbeitsgruppe des ADFC Verkehrswende möchten uns an alle VerkehrsteilnehmerInnen wenden, um für mehr Rücksichtnahme im öffentlichen Verkehrsraum zu werben und an das
Rücksichtnahmegebot der Straßenverkehrsordnung zu erinnern.

§1 StVO
„die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme.
Wer am Verkehr teilnimmt hat sich so zu verhalten, dass kein ANDERER geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.“

Wir Viel-RadlerInnen von denen die meisten auch AutofahrerInnen sind, nutzen sehr bewusst das Rad gerade für die kurzen Strecken innerhalb Neu-Isenburgs und näherer Umgebung.
Das Fahrrad ist unser alltägliches Hauptverkehrsmittel und wir erleben leider täglich gefährliche Situationen von und für RadlerInnen im Alltag.

Wenn keine eigener Fahrradstreifen oder Radweg vorhanden ist, brauchen wir genügend Platz auf den Straßen und vor allem müssen wir beim Vorbeifahren an parkenden Autos ausreichend Platz haben.
Ständig müssen wir damit rechnen, dass eine Autotür spontan und schnell geöffnet wird und dies zu schweren Stürzen und Verletzungen führen kann.
Da wir kein schützendes Blech um uns haben, müssen wir zum Eigenschutz und auch aus haftungsrechtlichen Gründen den Abstand von einer Türbreite (ca. 1,50m) einhalten.

Wir möchten auch an RadlerInnen appelieren, rücksichtsvoll mit den Interessen von FußgängerInnen umzugehen. Gerade weil der Platz für Fußgängerinnen viel zu oft viel zu eng ist, das Fahren mit dem Fahrrad grundsätzlich auf dem Bürgersteig aus guten Gründen verboten ist, sollen RadlerInnen die Fahrbahn nutzen!
„Das Radfahren auf dem Fußweg ist, ausser wenn man sein bis zu zehnjähriges Kind begleite, für Erwachsene tabu. Wer sich außerstande sehe, bei der Abwesenheit eines sicheren Radwege im Mischverkehr auf der Straße zu fahren, sollte auf ruhigere Straßen ausweichen.
Leider gibt es immer noch keine Fahrradstraßen in Neu-Isenburg, die seit 2015 eingerichtet werden sollen.

Da es in Neu-Isenburg keine benutzungspflichtigen Radwege mehr gibt, beidseitiges Befahren von Radwegen nur in äußerst seltenen Fällen gestattet ist, ist unbedingt das Rechtsfahrgebot (immer in Fahrtrichtung mit dem Autoverkehr ) zu beachten.
Das Geisterradeln in die falsche Richtung auf dem Radweg ist extrem gefährlich und durch einen Zusammenprall können sich RadlerInnen schwer verletzen.

Besonders in der dunklen Jahreszeit ist es auch zum eigenen Schutz- aber auch für andere VerkehrsteilnehmerInnen sehr wichtig, dass die Lichtanlage am Fahrrad funktioniert und angeschaltet ist. Sehr empfehlenswert ist reflektierende Kleidung!

Leider gibt es immer wieder Verärgerung und Ängste aufgrund von aggressiv fahrenden RadlerInnen. Auch hier erwarten wir, wie von allen VerkehrsteilnehmerInnen mehr Rücksichtnahme. Körperlich fitte und dementsprechend schnelle RadfahrerInnen sollten die langsameren nicht wegdrängen.
Beim Überfahren von roten Ampeln, besonders, wenn schnelle RadlerInnen darüber rasen, bringen sie sich aber auch andere in Lebensgefahr.
Jedoch ein schuldbewusst-defensives Überfahren einer roten Ampel verhindere zwar keine Strafe, schütze aber das Leben. Beim Überfahren roter Ampeln setzt sich der ADFC für den „Idaho-Stopp“ ein. Dabei gilt für RadlerInnen: rote Ampel bedeutet Vorfahrt achten.genauer erklären!

Sehr ärgerlich und gefährlich ist das Parken auf Geh- und Radwegen. Diesbezüglich erwarten wir ein Umdenken und Rücksichtnahme von AutofahrerInnen. Von den Ordnungsbehörden erwarten wir eine dauerhafte und effektivere Überwachung und Ahnung dieser Rücksichtslosigkeit gegenüber den nichtmotorisierten VerkehrsteilnehmerInnen.

Tun wir uns was Gutes! Fahren wir doch einfach alle rücksichtsvoll und vernünftig.
Das gilt für AutofahrerInnen besonders aber auch für uns RadlerInnen.

Radfahren ist prima- für uns und auch fürs Klima-

In diesem Sinne wünschen wir allen RadlerInnen eine sichere und schöne Weihnachtszeit und einen guten Start ins neue Jahr

Für weitere Erklärungen und aktuelle Hinweise finden Sie auf der Homepage des ADFC Neu-Isenburg wertvolle Informationen.

Die Arbeitsgruppe Verkehrswende trifft sich jeden letzten Donnerstag im Monat um 19.00 Uhr im Quartier IV. Zu dieser öffentlichen Arbeitsgruppe sind am Thema Interessierte gerne willkommen.

Für die Arbeitsgruppe Verkehrswende: agverkehrswende‍(‌at‌)‍web.de
E-mail adresse: info‍(‌at‌)‍adfc-neu-isenburg.de?????……

Neu-Isenburg, den 12.12.2019


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