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01.05.2019 erstellt von: Franz Drews


Beim Fahrradklimatest 2018 des ADFC verschlechtert sich Neu-Isenburg leicht

Fahrradklimatest 2018

Mit einer Schulnote von 3,8 möchte niemand das Abitur abschließen. Das ist kurz vor nicht bestanden. Wenn man diese Note bei der Beurteilung des Radverkehrs bekommt, ist das für die meisten Parlamentarier in Neu-Isenburg kaum bedenklich.


Man redet hier viel von der Förderung des Radverkehrs. Es hört sich alles gar nicht schlecht an, wenn man vom Stadtparlament hört, daß zwei Fahrradstraßen für Neu-Isenburg geplant werden sollen. Man muß es aber auch umsetzen. Seit dem das Radverkehrskonzept 2015 verabschiedet wurde hat man ein paar Schutzstreifen markiert, ein paar Fahrradständer errichtet, eine funktionierend Fußgängerampel an der Goetheschule installiert, eine Ampelschaltung nach vielem hin und her verbessert und in diesem Jahr ein Minikreisel eingerichtet. Sonst ist nicht viel zu sehen. Das reicht bei weitem nicht aus um den Radverkehr auf eine Vernünftige Ebene in Neu-Isenburg zu heben. Wenn weiterhin die Förderung so schleppend verläuft, werden wir mit dem Bezug des Birkengewann und des Stadtquartier Süd den Verkehrskollaps erleben. Aber nicht allein der Ausbau stört die Bürger, nein auch das lasche Vorgehen seitens der Falschparker auf Radverkehrsanlagen wird als besonders negativ empfunden. Wenn man bedenkt, daß Kinder bis 8 Jahren auf dem Fußweg fahren müssen und bis 10 Jahren dürfen, ist das in einigen Straßen im Stadtgebiet unmöglich. Parken auf dem Bürgersteig, auch dort wo es nicht erlaubt ist, verhindert das Vorankommen. Die Ampelschaltungen generell lassen das Herz des Radfahrers nicht gerade jubeln. Hier wird fast ausschließlich an den KFZ Verkehr gedacht. Der Fahrradfahrer kommt erst dann, wenn man sonst nichts mehr verbessern kann. Anstatt einen Radweg herzurichten, wird der Weg einfach in einen Fußgängerweg mit dem Zusatzschild Radfahrer Frei umgewidmet. Damit tut man keinem einen Gefallen. Solange das so weitergeht wird sich das Fahrradklima in Neu-Isenburg nicht ändern, und die einst so ehrgeizigen Ziele von der Verdoppelung des Radverkehrs in Neu-Isenburg sind nicht einmal mehr mit dem Fernglas zu erkennen. Die alleinige Teilnahme am STADTRADELN reicht nicht aus. Man muß dann auch auf diese radelnden Bürger hören. Deshalb ist es uns auch ein Anliegen Aufmerksamkeit für die Kampagne des ADFC „Mehr Platz fürs Rad“ zu erlangen, gerade hier in Neu-Isenburg.
Unter https://www.fahrradklima-test.de/karte kann das Ergebnis für Neu-Isenburg auch als pdf File heruntergeladen werden.


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