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28.08.2017 erstellt von: Franz Drews


Zur Straußenfarm

Strauß

Sonntag morgens Start um 9:00 Uhr. Das ist schon arg früh. Im nachhinein hätten wir auch gut und gerne eine halbe Stunde später starten können. Das Wetter verspricht gut zu werden, nicht zu heiß und ohne Regen. So machten sich drei Radler auf den Weg vom Rathaus nach Sprendlingen. Noch auf der Hugenotten Allee waren wir dann schon zu fünft. Mit dieser kleinen Gruppe und am Sonntag vormittag radelten wir auf dem Schutzstreifen in Sprendlingen zum Treffpunkt am Lindenplatz. Dort warteten dann sechs weitere Mitradler. Zu meiner Freude auch zwei, die ich schon lange nicht mehr gesehen hatte. Das hat aber nichts mit dem Bild zu tun. Dies ist auch nicht unser neuestes Mitglied. Aber der Reihe nach…


Pünktlich ging es dann mit den ersten kleinen Steigungen Richtung Stangenpyramide los. Über die Ampel am Neuhof und am Ebertsberg vorbei radelten wir gen Steinberg. Noch zweimal rechts und zweimal links und wir hatten unsere Standardstärke erreicht. Holger wartete am Ortsausgang, so daß wir wieder ein ganzes Dutzend Radler waren.
Ohne große Vorkommnisse radelten wir durch den Wald nach Niederroden. Dort trennte uns eine Ampel, doch wie gewohnt, wurde gewartet. Über die B 45 und am Kalksandsteinwerk vorbei wurde der Weg kurz etwas ruppiger. Dafür entschädigte der Radweg Richtung Babenhausen mit seiner tollen Oberfläche. Es war allerdings noch sehr dunstig, so daß die ersten Ausläufer des Odenwaldes nur schemenhaft zu erkennen waren.
Wir radelten durch die Fußgängerzone in Babenhausen und vorbei am Restaurant Schwartzer Löwe, wobei das„tz“ kein Schreibfehler ist. Dieses Haus ist seit Hunderten von Jahren als Hotel, aber auch als gutbürgerliche Gaststätte, bekannt.
Weiter fuhren wir durch einen Fahrrad- und Fußgänger Tunnel zur B26. Auf dem Radweg entlang der Schafheimer Straße ging es nun sanft bergan Richtung Mittagspause. Der Weg wurde besser und so waren wir vor der geplanten Zeit im Restaurant Falkenhof.
Eine ganz junge Bedienung war ja recht nett, aber doch etwas überfordert. Vielleicht auch wegen der ausgefallenen Kerb und der statt dessen stattfindenden 1200 Jahr-Feier. So kamen auch die bestellten Pilze etwas verspätet. Alles in allem war man aber mit den angebotenen Speisen recht zufrieden.
Der Wirt mit seiner besonderen Art trug ein Übriges zur guten Stimmung bei. Hoffentlich kommen wir gut und heil am Festzug vorbei Richtung Straußenfarm, zumal die Leiterin auch noch kurz beim Festzug mitmachen mußte.
Wir radelten los. Der erste Abschnitt nach dem Kreisverkehr war zwar mit Äpfeln der Pferde gesäumt, aber dafür verkehrsfrei. Am zweiten Abschnitt mogelten wir uns in den Festzug und kamen so unbeschadet durchs Dorf. Ab hier waren wir nur noch zu elft, da ein Mitradler pünktlich zu Hause erwartet wurde.
Jetzt wurde es anstrengend, denn von nun an ging es auf teils guten Feldwegen bergan. Jeder so gut und so schnell er konnte. Die Zeit drängte ja nicht und auch die Sonne ließ sich blicken. Am Tannenhof wurden dann im Hofladen die Eintrittskarten gelöst und das ein oder andere Erinnerungsstück gekauft.
Es folgten die ersten Informationen über Herkunft, Federkleid und vieles mehr. Dies wurde anhand von „anfaßbaren“ Details wie Federn oder auch Eiern fachkundig erklärt. Dann ging es zu den Tieren. Zuerst wurden die 2017 geborenen Jungtiere gefüttert. Dann ging es zu den älteren, über 2 m großen sehr neugierigen Tieren. Ein Tritt mit deren Kralle kann selbst für Löwen tödlich enden. Eine dreiviertel Stunde verging im Fluge, um dann am Ende zum Höhepunkt auch noch ein ganz junges Straußenbaby zu streicheln. Ein schönes Erlebnis.
Der Dunst hatte sich ein wenig verzogen, so daß wir wenigstens noch die Aussicht genießen konnten. Es wurde Zeit und die rasende Abfahrt konnte beginnen. Auf geteertem Weg fuhren wir begab über Schlierbach und auf einer an diesem Tag autofreien Straße nach Langstadt. Wir kamen an Lamas vorbei (das sind keine langsamen Radler, sondern Tiere) und erreichten völlig entspannt Hergershausen. Durch den Wald fuhren wir nach Eppertshausen und weiter zur Thomashütte. Hüpfburgen als Kinderbelustigung sind hier das Sonntagsvergnügen.
Wir wollten noch ein Eis in Urberach essen. Also weiter ging die Fahrt. An der Eisdiele angekommen wurden wir durch eine Großbestellung ein wenig ausgebremst. Außerdem war der Wohlfühlfaktor auf der Straße nicht gerade der größte. Dies kann und muß verbessert werden. Das Eis aber schmeckte trotzdem.
Durch Urberach und einen angenehm kühlenden Wald erreichten wir Offenthal. Hier verließ uns der nächste Mitradler, er war zu hause. Weiter radelten wir kurz bergan, bergab und bergan Richtung des neuen Radweges am Gut Neuhof. Nach und nach bog der ein oder andere ab Richtung Heimat. In Neu-Isenburg waren wir dann nur noch eine ganz kleine Gruppe.
Nach allem was ich so gehört habe, hat diese Tour sehr gut gefallen. Also wieder mal das meiste richtig gemacht. Dieter hat ganz tolle Bilder geschossen, danke. Ich hoffe die gefallen Euch auch so gut wie mir. Ich habe es mal wieder vergessen. Bis zur nächste Tour…




Bildergalerie

JungtiereKralleKückenEvelyn mit Ei

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