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25.06.2017 erstellt von: Franz Drews


Zum Äpplergarten

Gehspitzweiher

Samstags und mehr als 70 km, das schreckt die Isenburger Radler wohl ab. So waren es dann letztendlich vier Radler, die zum zweiten Startpunkt nach Sprendlingen fuhren. Hier kamen dann noch drei Sprendlinger und zwei Langener hinzu, so daß wir dann zu neunt die flache Strecke in Angriff nahmen. Allerdings waren wir dann hinter Langen nur noch zu acht, da doch einer der Radler zu starke Schmerzen in den Armen verspürte und umkehrte. Eine übersichtliche Truppe machte sich also mit einem neuen Schlußmann auf den weiteren Weg.


Ich hatte den Eindruck, daß sich die Hunde hier immer auf die Radfahrer freuten. Denn jedesmal, wenn wir an einem vorbei kamen, gab es ein „Leckerli“ vom Herrchen oder Frauchen. Die erste Gesundheitspause am Lindensee wurde leidlich genutzt. An Erzhausen vorbei radelten wir über die A5 und der Wald hatte uns wieder. Am Bachgrund war aber die meist schattige Fahrt vorbei. Der Wald hörte auf und auch die Sonne zeigte sich. Allerdings glücklicherweise nicht mit so hohen Temperaturen wie in den Vortagen. Vorbei an den Erdbeer- und Himbeerpflückenden Menschen radelten wir Richtung Worfelden. In Klein Gerau war mal wieder die Schranke geschlossen, was wir auch gleich zu einer kurzen Verpflegungspause nutzten. Der Schlimme Graben macht heute seinem Namen keine Ehre mehr. Er hieß früher „Schliemegraben“ und hatte auf alten Karten den Namen „Pilgergraben“, da vermutlich ein Pilgerpfad entlang führte. Durch Büttelborn und über die S-Bahnstrecke Richtung Worms erreichten wir Berkach. Gleich hinter diesem kleinen Ort entdeckten wir einen alten Baum, auf dem gleich zwei Storchennester übereinander mit Jungstörchen zu sehen waren. Das untere der Nester ist wahrscheinlich schwerer sauber zu halten. Rechts ist der Taunus zu sehen, links die Weinberge von Rheinhessen und hinter uns der Odenwald. Eine schöne Gegend. Doch weiter geht es. Nur noch durch Wallerstädten und über betonierte Feldwege erreichten wir den Äpplergarten von Obstbau LUKAS. Unter Bäumen suchten wir uns einen schattigen Platz. Der Apfelwein dort hat seinen eigenen Geschmack, und ist nicht vergleichbar mit dem aus unseren Gefilden, läßt sich aber trinken. Die Wurst kommt aus dem nahen Tebur und der Kuchen wird noch selbstgebacken. Ehe die Müdigkeit richtig die Beine hochkriecht, machen wir uns wieder auf den Weg. Dieses Mal im Gegensatz zur Anreise mit kräftigem Rückenwind. Das ist ja wie bei einem E-Bike. Kaum radeln wir durch Nauheim, sind wir auch schon am Hegbachsee. Über lange, gerade Waldschneisen fuhren wir zum Mönchbruch. Dort sahen wir durch Zufall Ulrike Matthaei. Der Gewinnerin des diesjährigen STADTRADELNS mit mehr als 1000 km. So waren wir wieder neun. Der Kontrast im Rhein Main Gebiet kann nicht größer sein. Hier Natur und dort Technik und Verkehr. Auf der Mönchbruchwiese waren wieder Rehe und Hirsche zu sehen, die in dem nun schon hohen Gras Schutz finden und an der Startbahn West donnert gerade eine schwer beladene Maschine direkt über unsere Köpfe hinweg. Aber am Gundsee und am Gundbach entlang hat uns auch die Natur wieder. Kurz bevor wir Zeppelinheim erreichen verabschieden sich die Langener Richtung Heimat. Weiter durch das „Tor zur Welt“ wie es Prof. Follmann einmal nannte, gemeint ist dabei die Unterführung in Zeppelinheim, radelten wir der Heimat entgegen. Kurz vor dem Gehspitzweiher trennte sich die Truppe. Ein Teil fuhr noch ein Stück des Weges mit den verbliebenen Dreieichern, der andere Teil radelte direkt nach Hause. Der kurze Umweg über den Gehspitzweiher hat sich wieder gelohnt. Toll daß dieser Bereich zum Naturschutzgebiet erhoben wurde. Zurück in Neu-Isenburg standen dann etwas mehr als 70 km auf dem Tacho. Es hat sich wieder gelohnt das Rhein Main Gebiet mit dem Fahrrad zu erkunden. Bis zum nächste Mal …


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