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21.05.2017 erstellt von: Franz Drews


Zu den Grenzsteinen Neu-Isenburgs

Grenzsteine

Eine Gemeinschaftsveranstaltung des GHK und des ADFC. „Hoffentlich sind auch noch ein paar Mitradler da“ waren meine Bedenken. Auch Herr Hunkel war sich nicht sicher ob überhaupt jemand kommt, denn die Wettervorhersage kündigte 2 Stunden nach Start Regen an. Aber dann die Überraschung. Aufgrund des STADTRADELNS waren wir insgesamt 21 Radler, die sich bei schönem Wetter auf den Weg machten.


Der erste Grenzstein ist nahe der Friedensallee und mit 21 Radlern auf der Straße halten ist doch zu gefährlich. So wies ich nur darauf hin und wir hielten an einer Bushaltestelle. Dort war genügend Platz. Außerdem liegt hier im Gebüsch auch der zweite Stein, der die Grenze zwischen Frankfurt und dem Großherzogtum Hessen (GH) kennzeichnet. Für mich überraschend, da ich bisher dachte, daß die Grenze zu Frankfurt auf der Mitte der Straße liegt. Deshalb mußte auch die Stadt Neu-Isenburg die Deckenerneuerung der Friedensallee selbst bezahlen, da diese ja komplett auf Isenburger Gebiet verläuft. Weiter ging es zu einem Stein mit einem Stahlnagel als Vermessungsmarke in der Nähe der Bahnlinie. Wir radelten nun durch die Bahnunterführung gen Osten, parkten unsere Räder und gingen ein Stück zurück zu einem gut erhaltenen Stein mit lesbaren Markierungen F und GH sowie der Nummer 114. Auf unserem weiteren Weg sahen wir noch mehr Grenzsteine, aber auch, daß sich der Himmel zusehends verdunkelte. Eigentlich viel zu früh laut Vorhersage. Nachdem die Gruppe dank eines freundlichen Autofahrers ohne Schaden den Gehspitzkreisel überquert hatte, sammelte man sich am nächsten Grenzstein, der mit einem „M“ bemalt ist. Ganz in der Nähe gibt es weitere Steine mit einem BP auf dem Kopf. Es sind Steine der Deutschen Bundespost, die eine Kabeltrasse markieren. Wir waren noch nicht lange weitergefahren und schon kam der Regen. Also Halt, Regensachen heraus und angezogen. Glücklicherweise wurde es nicht kalt. Die Fahrt ging weiter zum „Hölzernen Kreuz“. Dort ist neben dem Kreuz auf einer Stele die Geschichte von einem geizigen Müller beschrieben. Es regnete noch und so machten wir uns flugs zu einem Unterstand, der Bahnunterführung unter der Autobahn. Nach einer weiteren Viertelstunde tröpfelte es nur noch und wir fuhren weiter. Wir sahen uns neben weiteren Grenzsteinen den Vierherrenstein Tisch, eine Neuschöpfung, etwas genauer an. Da es weiter leicht regnete war der nächste Halt das „Terminal 4“ Einige Mitradler mußten sich stärken. Der Rest suchte mit mir auf der Flughafenseite der Bahnlinie nach einem weiteren Stein. Ich fand ihn einfach nicht mehr, wie peinlich, zumal wir nur ca. 20 Meter vom Standort unsere Suche aufgegeben hatten. Zurück am Terminal hatte es aufgehört zu regnen und die Sonne kam zum Vorschein. Frohen Mutes radelten wir auf guten Wegen in Richtung der Grenze zwischen Ysenburg und Hessen-Darmstadt. Hier stehen sehr viele Steine, die man auch beim Vorbeiradeln gut erkennt. Was mir auffiel war, daß an einigen Steinen die Buchstaben und Zahlen spiegelverkehrt eingehauen wurden. Ich muß Herrn Ott noch fragen warum das so ist. Sogar den letzten Stein unserer Tour, jenseits der Bahnlinie, im Wald bei Buchschlag wurde gefunden. Den hatte ich sogar auf meiner Vortour nicht entdeckt. So radelten wir weiter in Richtung des Neu-Isenburger Waldfriedhofs. Dort entdeckten wir einen, nicht im Buch von Herrn Ott registrierten Stein. Mit einem Foto wurde er dokumentiert, um bei Ihm noch einmal nachzufragen. Den Schlußpunkt unserer kleinen Reise in die Vergangenheit sollten die beiden Grenzsteine im Hof des Museums „Zum Haus des Löwen“ sein. Doch durch die Regenpause kamen wir ein paar Minuten zu spät. Leider schon geschlossen. Ich denke es war trotz allem ein gelungener Sonntagsausflug mit dem Rad.


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