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10.10.2015 erstellt von: Franz Drews


Auf dem Hugenotten- und Waldenserpfad

Hugenotten und Waldenserpfad Bild 1

Bei der Vortour letzte Woche lief einiges daneben. Aber wie heißt es doch so schön, auf eine verpatzte Generalprobe folgt eine glänzende Premiere. Eine Premiere war es auch. Das erste Mal wurde eine Gemeinschaftstour mit dem GHK (Verein für Geschichte, Heimatpflege und Kultur) und dem ADFC durchgeführt.


Schon vor dem verabredeten Termin am Samstagmorgen um 10:00 Uhr waren alle 24 Teilnehmer am Rathaus erschienen. Das Wetter war zwar noch trüb, aber die Radler strahlten. Nachdem das Mittagessen telefonisch bestellt war, gab es noch ein paar Anmerkungen zur Strecke und dem zeitlichen Ablauf und schon ging es los. Christian hatte sich als Schlußmann zur Verfügung gestellt. Für mich ein Glück, denn wenn ich die „gelbe Kappe“ von ihm sah, wußte ich, alles ist in Ordnung.
Wir fuhren über die Hugenottenallee schnurstracks auf den Hugenotten- und Waldenserpfad zu. Der erste Halt war schon am Tannenwald, wo auf Informationstafeln über eine Familienchronik der Glaubensflüchtlinge berichtet wird. Geschichte wiederholt sich halt, wie wir in Neu-Isenburg in der Rathenaustraße hautnah erleben. Durch den Wald und durch die Unterführung am Bahnhof fuhren wir den Markierungen folgend Richtung Zeppelinheim. Die nächste Schautafel erinnert daran, wie dieses Gebiet von der Lettekaut (Lehmkuhle) zum Naturschutzgebiet Gehspitzweiher wurde. Dieses schilderte uns Herr Bürgermeister Hunkel sehr anschaulich. Auf guten Radwegen ging es nach Zeppelinhein, wo wir etwas vor der Zeit ankamen. Die Erklärungen und Beschreibungen des ehem. Pfarrers waren richtig spannend. Hierzu noch eine Anmerkung: Der letzte Zeppelin, der zur Personenbeförderung von Frankfurt startete, war die Hindenburg der 129. Zeppelin. Mit dieser Information ging es Richtung Walldorf. Durch die historische Langgasse erreichten wir auch schon unsere Rast. Ein kleiner Umbau und schon hatten alle an einer Tafel Platz. Die Kleinigkeit Rösti mit Lachs war wirklich nur eine Kleinigkeit. Ansonsten war das Essen im „s’Wirtshaus“ gewohnt gut. Auch die Versorgung klappte, so daß wir mit der Führung im Museum in Walldorf eine halbe Stunde früher als geplant beginnen konnten. Die Stunde dort mit Herrn Pons verging wie im Fluge. Jetzt aber auf die Räder. Die Sonne lugte hinter den Wolken hervor und wir fuhren Richtung Gundhof. An einem Angelteich vorbei schlängelte sich der Weg am Waldrand entlang. Weiter folgten wir dem Gundbach und erreichten auf wechselndem Terrain den nächsten Halt, das Luftbrückendenkmal. Der ein oder andere war vor 30 Jahren mal da, für andere wiederum war es das erstemal, die Flieger aus der Nähe zu sehen. Durch das „Tor zur Welt“ und am Terminal 4 vorbei ging es gleich wieder in den Wald Richtung Heimat. Auf guten Wegen, am Ende sogar auf Asphalt, rollten wir locker zum Bahnhof. Von hier aus war jeder in der Lage, seinen eigenen Weg nach Hause zu finden. Die Teilnehmer dankten dem durchführenden ADFC für eine gelungene Kultur-Tour. Die Idee, eine Gemeinschaftstour des ADFC mit dem GHK durchzuführen, war ein voller Erfolg. Sie soll auch im nächsten Jahr ihre Fortsetzung finden.




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Hugenotten und Waldenserpfad Bild 2Waldenserpfad


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